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Das schönste Panorama Baden-Württembergs

Festungsruine Hohentwiel

Luftansicht der Festungsruine Hohentwiel; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende
Ein sicherer Ort für die Burgbewohner

Die Anlage

Ihre Verteidigungsmauern und Kasematten, ihre mächtigen Turmstümpfe und die großen Häuserruinen geben noch heute einen guten Eindruck davon, wie die Festung auf dem Hohentwiel in vergangenen Jahrhunderten gewirkt haben muss. Sie galt als uneinnehmbar – und das war sie auch jahrhundertelang!

Blick von der oberen auf die untere Festung der Festungsruine Hohentwiel; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Blick von der oberen auf die untere Festung.

Neuzeitliche Befestigungsanlage

Bevor der Besucher die  Festungsruine Hohentwiel betritt, trifft er auf die  Reste der weit vorgelagerten Verteidigungsanlage, die der Ingenieur Samuel von Herbort 1735 anlegte. Sie bildeten die letzte Ausbaustufe der Festung. Die sternförmigen Bastionen und Schanzen sind heute noch an vielen Stellen im Gelände zu sehen. Dazu gehört auch das Alexandertor mit einem Tunnel, der den Zugang zur unteren Festung gewährte.

Die untere Festung

Im „Vorhof“, wie die untere Festung bereits im Mittelalter hieß, befand sich alles Notwendige für die Versorgung der Burganlage: die Marketenderei - eine Markthalle-, eine Apotheke mit Arztwohnung, eine Bäckerei, eine Scheune, eine Kelterei, Ställe und eine Wagenremise. Sie bildete darüber hinaus eine erste Verteidigungsbastion.

Die untere Festung der Festungsruine Hohentwiel; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Die großen Häuserruinen der Festung.

Bastionen zur Verstärkung

Die Verbindung hinauf zur oberen Festung führt über einen schmalen und steilen Weg bis hin zu dem besonders verstärkten „Schmittefelsen“. Sein Name leitet sich von der Schmiede ab, die sich an dieser Stelle befunden hatte. Wärterhäuser, Brücken und Tore sicherten den Aufstieg, an dessen Ende der Hauptmannsturm mit der Kommandantenwohnung steht. Die gesamte Festung ist von Bastionen umgeben, die aus den Jahren 1627 bis 1634 stammen. Eine weitere, ältere Mauer mit halbrunden Türmen umschließt den um einen Hof gelagerten Kasernentrakt.

Der „Lange Bau“ der Festungsruine Hohentwiel; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

War unter anderem ein Stall – der „Lange Bau“.

Obere Festung

Die obere Festung besteht im Wesentlichen aus zwei Bereichen: dem herzoglichem Schloss und dem „Langen Bau“ mit der Kaserne, den Stallungen und den Unterkünften. Dazwischen erhebt sich die frühere Rossmühle, die 1645 zur Kirche umgebaut wurde. Der Kirchturm ist heute das noch am höchsten aufragende Gebäude auf dem Hohentwiel. Die Kirche und der „Lange Bau“ umschließen den Paradeplatz, wo früher die Truppen versammelten und Exerzierübungen stattfanden. Im 16. Jahrhundert lebten hier bis zu 30 Soldaten und bis zu 130 Mann im 18. Jahrhundert – in Kriegszeiten noch mehr. Und: Die meisten Soldaten hatten eine Familie, die dort ebenfalls wohnte. 

Festungsruine Hohentwiel; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg

Der „Lange Bau“ hinter dem Paradeplatz.

Das Rondell Augusta der Festungsruine Hohentwiel; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Ideal zur Verteidigung – das Rondell Augusta.

Das Rondell Augusta

Mit einem Durchmesser von 25 Metern ist das Rondell Augusta, das sich an der Südwestecke vor dem herzoglichen Schloss befindet, die mächtigste Rundbastion in Südwestdeutschland. Durch ihre massive Konstruktion war das Rondell Augusta gut zur Aufstellung von schweren Geschützen geeignet. Direkt daneben steht das Zeughaus, in dem schwere Waffen, Munition und Pulver gelagert wurden.

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